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Archiv 2007


Bericht 2007 Im Tal des Todes

Der Sturm Kyrill, der Anfang des Jahres über unser Land fegte, hatte auch unser Bühnenbild stark beschädigt. Die Stadtfassaden wurden vom Berg auf die Spielfläche geweht. Dies bedeutete natürlich eine Menge Mehrarbeit für unsere fleißigen Helfer. Da jedoch die Fassaden für unseren Spielverlauf in einem arg verwahrlosten Zustand sein sollten, musste zum Glück nicht so genau gearbeitet werden. Doch sogar am Premierentag wurde noch geschraubt und gehämmert, um das Bühnenbild zu vervollständigen. Nach neun Vorstellungen musste dann doch der gesamte Bühnenboden durch einen neuen Belag ausgetauscht werden. Doch nur so konnte gewährleistet werden, dass wir die Spiele fortführen konnten. Dies war natürlich auch wieder mit einer gehörigen Portion Arbeit und hohen Kosten verbunden. Hiermit unser herzlichster Dank an alle, die Ihre Zeit und Energie diesen Arbeiten gewidmet haben.

Hatten wir in der vergangenen Saison unter der Sonne zu leiden, hatten wir 2007 mit dem Regen zu kämpfen. Die Proben haben mit Sonne begonnen, doch Ende Mai und Anfang Juni hat der Regen dann doch überwogen. Eine komplette Probe musste sogar wegen einem Wolkenbruch total abgesagt werden. Mit viel Spaß und in einer entspannten Atmosphäre verliefen die Proben. Dies war vor allem unserem Regisseur Arnd Limpinsel zu verdanken. Er war immer ansprechbar und hatte für alle Fragen ein offenes Ohr, auch wenn drei oder viermal dasselbe gefragt wurde :. Ganz souverän hielt er alle Fäden in der Hand und hat zu keinem Zeitpunkt den Überblick verloren. (Wie macht er das nur????) Danke Arnd !!!

Am 22.06. um 20.15 Uhr hatten wir unsere Generalprobe. Diese mussten wir leider in strömendem Regen abhalten. Einfacher wäre es wohl gewesen mit Booten, statt mit Pferden, die Bühne zu überqueren. Doch zum Glück haben wir alles ohne Verletzungen, aber klatschnass überstanden. Danach dachten alle nur an eine heiße Dusche oder ein warmes Bad in der Badewanne.
Einen Tag später war dann der Premierentag da. Und er fing an, wie der vergangene Tag aufgehört hatte - Regen - Regen - Regen. Auf der Bühne stand das Wasser und mit vereinten Kräften haben wir sie dann soweit hergerichtet, dass die Premiere auch stattfinden konnte. Da es immer noch regnete, fand unsere Besprechung, die immer 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltungen abgehalten wird, im Stall statt. Dann, nach unserem Schlachtruf, regnete es nur noch wenige Tropfen und hörte dann tatsächlich ganz auf. So konnten wir wenigstens mit trockenen Kostümen den anwesenden 1000 Zuschauern eine wirklich gelungene Premiere bieten. Auf Grund der Bodenverhältnisse stand Sicherheit natürlich an erster Stelle und die Reiter mussten dann doch etwas gemäßigter die Überfälle reiten. Leid getan haben uns Eric, Marcel und Hansi, die als Häuptling Eiserner Pfeil 3x, als Roulin 2x und als Old Shatterhand 1 x, bei ihren Zweikämpfen mit dem Matsch Bekanntschaft machen mussten. Und natürlich auch unsere Pferde, die wirklich Schwerstarbeit verrichten mussten, um Ihre Laufwege einhalten zu können. Doch die ganzen Strapazen haben sich gelohnt, denn das Publikum war total begeistert und hat uns mit ihrem Applaus zur Höchstform angetrieben. Solch ein Publikum kann man sich nur wünschen!!! Alle pyrotechnischen Effekte kamen punktgenau und die Darsteller waren auch alle textsicher. Also eine ganz und gar gelungene Vorstellung. Danach hat uns noch die Fa. Drumm aus Saarlouis ein tolles Feuerwerk präsentiert. Dann ging es ins Zelt und dort hat die Band "Country Bumpkins" noch bis in die frühen Morgenstunden zum Tanz aufgespielt. Somit wurde unsere Premiere zu einem Highlight in dieser Saison.

Doch auch die anderen Vorstellungen liefen alle wie am Schnürchen. Und was hatten wir für Glück mit dem Wetter! Während den Wochentagen hat es meistens geregnet, dann kam das Wochenende - und es war trocken und die Sonne schien. (Mal mehr, mal weniger)

Doch herausragend war dann noch mal das letzte Wochenende. Bei unserer letzten Abendvorstellung waren wir wieder ausverkauft und bekamen viel Applaus. Nach Ende der Vorstellung bekamen die Darsteller wieder ein Geschenk der Pyrotechnik. Die Wartezeit, bis die Pferde sicher wieder in ihren Boxen standen, wurde von der Sängerin Sabrina Bös, die in der Band "Eiszeit" singt, mit 4 sehr schön live gesungenen Liedern überbrückt. Dann wurde bei der fantastischen Musik - dem Soundtrack vom Fluch der Karibik - ein traumhaftes Feuerwerk gezündet. Sogar auf der Bühne gingen Feuerfontänen hoch und bei dem ein oder anderen liefen dann doch ein paar Tränen über die Wangen. Zum Schluss wurde dann noch von der Hängebrücke ein Schild heruntergeklappt und bei den daran angebrachten explodierenden Feuerwerkskörpern war der Schriftzug "Freilichtbühne Mörschied" zu lesen. Der WAHNSINN - vielen, vielen Dank an Bruno und Marie-Christin. Viele haben dann noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Die letzte Vorstellung am Sonntagnachmittag verlief dann auch noch nahezu perfekt, bis auf den einen, und zum Glück auch einzigen, Unfall. Julia stürzte mit ihrem Pferd Toni. Dem Pferd ist nichts passiert und Julia kam mit schmerzhaften Prellungen davon. Bei der Applausordnung war sie schon wieder dabei. Ein Indianer kennt eben keinen Schmerz!

Ja, noch ein kurzer allgemeiner Rückblick. Was haben unsere Statisten wieder geleistet. Da war wirklich höchste Konzentration erforderlich und jeder musste topfit sein, um seinen Part auf die Bühne zu bringen. In diesem Jahr mussten Sie Indianer vom Stamme der Marikopas (buntes Stirnband und Jagdhemd), den Chiricahuas (gelbes Stirnband, weißes Hemd und Bolero), sowie Banditen, Mexikaner, Bardamen und Reisende in einem Treck, verkörpern. Dazwischen mussten sie hinter der Bühne auch noch als Pferdehalter fungieren. Im Umkleideraum herrschte immer reges Treiben. Man hörte aufgeregte Fragen wie: Welches Stirnband müssen wir jetzt aufsetzen? Wo ist mein Kostüm? Wer hat meinen Hut gesehen? In welchem Bild sind wir jetzt? Wo ist mein Pferd? Müssen wir jetzt A1 oder A4 rein? Fragen über Fragen, doch in dem ganzen Chaos weiß am Ende doch jeder genau, was er zu tun hat. Dies alles funktioniert natürlich nur, wenn alle zusammenhalten und alle sich gegenseitig helfen. H A R M O N I E wurde in diesem Jahr wirklich groß geschrieben.

Doch auch unseren Helfern, die vor der Bühne als Ordner und für das leibliche Wohl unserer Zuschauer sorgten, sowie am Spielestand und im Verkaufsstand tätig waren, unserem Kassierer und Elektriker, unserer Kostümwartin und unserem "Gummibärenmann", sowie dem gesamten Vorstand, sei hiermit unser herzlichster Dank gesagt. Auch unseren "Blaukappen" - dem Team vom PJ-Partyservice, die in diesem Jahr zum ersten Mal für uns tätig waren, sind wir sehr dankbar, dass alles so gut funktioniert hat. Besonders für den Service hinter der Bühne! Danke auch an unsere 3 Jungs am Mischpult, die für den guten Ton verantwortlich waren.

Vielen Dank an die rund 8700 tollen Zuschauer während der 13 Vorstellungen.

    BYE BYE 2007          WELCOME 2008





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