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Archiv 2013


Unter Geiern - Der Sohndes Bärenjägers


Abschlussbericht 29.07.2013


Geschafft! Eine sehr erfolgreiche Saison ist zu Ende. 9900 Zuschauer fanden den Weg in die Mörschieder Weidegründe.

In dieser Saison mussten wir nicht gegen den Regen, sondern gegen die Sonne kämpfen. Die heißen Sonntage machten sowohl den Darstellern, aber vor allem auch unseren Zuschauern, zu schaffen.

Doch auch in diesem Jahr konnten wir unseren Zuschauern eine Menge bieten.

Ein Siedlerzelt, wurde von einem brennenden Pfeil getroffen und ging in Flammen auf. (Frei geschossen vom Schweren Mokassin!!!) Das war für die anwesenden Siedler ganz schön gefährlich. Aber zum Glück wurde keiner richtig getroffen.

Was man aber nicht von den fliegenden Messern, Speeren und Tomahawks sagen kann. Diese fanden dann doch manchmal ein richtiges Ziel, was einige blaue Flecken verursachte. Sogar Winnetou wurde einmal von einem Speer getroffen. Theatralisch ging er zu Boden, und hat die Szene gekonnt beendet. Für die Zuschauer mal wieder ein Highlight!!! Eric ist durch nichts zu erschüttern!

Bei der Massenschlägerei fand eine Bratpfanne als eingesetzte Waffe tatsächlich 2 Mal die Oberlippe von Laura. Eine Platzwunde und ein Bluterguss waren die Folgen. Eisakkus wurden des Öfteren gebraucht und durften nicht fehlen.

Bereits zum 3. Mal hat Eric Nisius die Rolle des Apachenhäuptlings übernommen. Eric und Hansi, die beiden Blutsbrüder, sind nun ein eingespieltes Team und verstehen es sehr gut, die Freundschaft, die sie in diesen Rollen verbindet, dem Publikum zu übermitteln.

Hans Joachim Klein ist der nunmehr dienstälteste Old Shatterhand Darsteller auf einer Freilichtbühne. Bereits zum 21. Mal reitet er als Blutsbruder von Winnetou durch die Mörschieder Weidegründe. In diesem Jahr haben seine Stiefel, die ihn 14 Jahre über Bühne getragen haben, die Sohlen komplett verloren und konnten auch nicht mehr repariert werden. Hansi sagte einmal, wenn meine Stiefel kaputt sind, spiele er nicht mehr. Darum hatten einige Darsteller nach der letzten Samtags -Vorstellung noch eine Überraschung. Sie schenkten „ihrem“ Old Shatterhand ein neues Paar Schuhe und die alten wurden auf ein Podest gestellt. Diese werden dann im kommenden Jahr zum 25. jährigen Jubiläum der Freilichtbühne ausgestellt werden.

Unser diesjähriger Regisseur Arnd Limpinsel feierte 2013 ein Jubiläum: 20 Jahre Buch und Regie. Wahnsinn, was er schon für Drehbücher geschrieben hat, und immer erfolgreich. Einige davon werden auch im nächsten Jahr ausgestellt werden. Sehr schön war auch, dass wir ihn wieder auf der Bühne sehen konnten. Als Bärenjäger Baumann konnte er sein Können als Schauspieler unter Beweis stellen.

Die Lieblinge der Zuschauer aber waren eindeutig die beiden spaßigen Rollen. Der Neger „Massa Bob“ kam sehr gut an. Die naive, fast kindliche Darstellung wurde mit viel Gelächter und viel Beifall belohnt. Die Umsetzung dieser Rolle war gar nicht so einfach, aber Marcel Schneider hat dies bravourös gemeistert! Der sächselnde Hobble Frank wurde wieder grandios von Christian Städter gespielt. Er kann den Akzent so gut nachahmen, dass er oft fälschlicherweise für einen Sachsen gehalten wird. Sein Improvisationstalent ist legendär. In jeder Vorführung wird die Rolle abgewandelt. Mal hier ein Satz mehr, mal da eine andere Geste, immer hat er schnell das Publikum auf seiner Seite.

In der Titelrolle, als Sohn des Bärenjägers, sahen wir Jan Christian Ries. Er gehört zu unseren Nachwuchstalenten. In jedem Jahr sieht man eine Steigerung und mittlerweile steht er „seinen Mann“. Er hat keine Angst mehr vor der Bühne, sondern ist präsent und kommt sehr gut rüber.

Noch einer aus unserer Nachwuchsriege ist Alexander Klein. Er stellte in diesem Jahr „Wokadeh“ den Weißen Büffel, dar. Da er seit dem letzten Jahr eine richtig tiefe, sonore Stimme bekommen hat, und auch nicht mehr durch seinen Text „rennt“, haben wir in dieser Saison eine richtig gute Darstellung eines Indianers gesehen. Seine Gestik ist hervorragend und die Kämpfe, die er führt, sind gut einstudiert und kommen sehr gut rüber.

Der „Dicke Jemmy“ wurde von Lars Lichtenberger gekonnt verkörpert. Armer Lars, bei den Temperaturen kam er sich mit dem dicken umgeschnallten Bauch vor, wie eine wandelnde Sauna. Die Dialoge, die er mit dem Hobble Frank bezüglich der besseren Allgemeinbildung führt, sind zum schmunzeln und gekonnt dargeboten.

Um die drei Westläufer zu vervollständigen fehlt noch der „Lange Davy“. Dies war auf Grund seiner Größe die richtige Rolle für unseren 1. Vorsitzenden Ronny Süß. In gewohnter Manier agiert er auf der Bühne und kann mit seinem verschmitzten Lächeln so manche Situation entschärfen.

Und mal wieder in einer Doppelrolle, als „Brake“ und „Oihtka-petay“ sahen wir Sascha Klein. Brake ,ein richtiger Fiesling, und als weiser Häuptling der Schoschonen, weiß er gekonnt solch unterschiedliche Charaktere darzustellen. Nicht einfach war es auch mit der langen Federhaube zu reiten, ohne diese zu verlieren. Aber mit seiner Routine hat er alle Anforderungen sehr gut gemeistert!

Der Böse wurde auch in diesem Jahr wieder von Marcel Gillmann gespielt. Als „schwerer Mokassin“ hat er gekämpft, viel Text gesprochen und fiel sogar zum Schluss in den ausbrechenden Vulkan. Ausdrucksstark beschrieb er den Tod von Wokadeh und Martin Baumann, so dass man wirklich eine Gänsehaut bekam. Manches Kind traute sich am Schluss bei der Autogrammstunde gar nicht in seine Nähe.

Die Reiterstatisten hatten es in diesem Jahr etwas einfacher. Sie mussten nur 2 Indianerstämme verkörpern. Darum konnten auch die Pferde mal als Indianerpferde angemalt werden. Das hat natürlich sehr schön ausgesehen. Wilde Verfolgungsritte und Überfälle wurden in schnellem Galopp geritten. Ein wahrer Hingucker für die Zuschauer.

Auch die Statisten, die zu Fuß unterwegs waren hatten teilweise ganz schöne Zeitprobleme mit dem Umziehen und dem Laufen zum nächsten Auftritt. Aber wie immer hat alles super funktioniert und alle waren mit voller Konzentration dabei.

Wieder mal war es uns gelungen das Publikum gut zu unterhalten und wir haben sehr gute Kritiken bekommen.

Danke an alle die auf, hinter, und vor der Bühne dieses Großprojekt möglich machten. Jeder einzelne von uns hat seine Freizeit geopfert und dem Verein seine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt. Das ist Zusammenhalt, wie man ihn sich wünscht und auch braucht! Nun liegt im Fundus ein gigantischer Berg an gebrauchten Stoffkostümen. Die selbst gefertigten Lederkostüme hängen auf den Kleiderbügeln und müssen nach dem Lüften mit einer speziellen Lederbürste gebürstet und danach wieder schön sauber an ihren Platz gehängt werden.

Die Perücken hängen alle an ihren Haken in der Maske. Diese müssen gewaschen, getrocknet, gekämmt, und danach sicher verstaut werden.

Auch im Zuschauerbereich muss alles aufgeräumt und gereinigt werden. Noch jede Menge Arbeit ist zu erledigen, damit wir dann endlich mit voller Kraft an die Vorbereitungen für die nächste Saison gehen können.



Bye, bye, 2013

Wir freuen uns auf unsere Jubiläumssaison: 25 Jahre Freilichtbühne Mörschied.



Welcome 2014







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